Episode 085
Olé Oje

Episode 085

Olé Oje

Mit Sofia taucht ein unerwarteter Teil von Jamies Vergangenheit auf Meadowland auf. Während sie Hilfe für ihren Hengst sucht, gerät Gillian plötzlich in einen Konflikt aus Eifersucht und Vertrauen.

Ein Pferdetransporter mit spanischem Kennzeichen stand im Hof. Jamie war bereits dort als ich kam. Eine Frau stieg aus.

Frau: „Hola, Jamie. Ich habe gehört, dass ich Dich hier finde. Ich komme wegen Majestic. Ich brauche Deine Hilfe.“

Gillian: „Ihr kennt euch?“

Jamie: „Hola, Sofia. Du hast nach mir gesucht? Gillian, das ist Sofia. Ich habe in Spanien eine Weile auf ihrer Hacienda gewohnt. Von dort habe ich Epico. Sofia, das ist Gillian.“

Als sie Majestic aus dem Anhänger bringen wollte, stieg er und wollte nicht herauskommen.

Sofia: „Siehst Du! Deshalb bin ich hier. Ich will ihn zureiten, aber er wehrt sich. Du hattest schon damals einen guten Draht zu ihm.“

Jamie: „Sofia, pass auf! Lass es mich versuchen.“

Als Jamie in den Anhänger ging und ruhig auf Majestic einredete, beruhigte er sich. Jamie konnte ihn ausladen.

Jamie: „So, geht doch. Ganz ruhig mein Junge. wir bringen ihn erst mal in den Außenstall.“

Sofia: „Bei Dir reagiert er ganz anders. Er ist so ruhig. Er vertraut Dir.“

Jamie stellte den jungen Hengst in eine der Boxen.

Sofia: „Ich bin nicht nur wegen Majestic hier. Ich bin auch wegen Dir hier. Du bist so schnell abgereist. Du hast nicht nur auf meiner Hacienda gewohnt, Jamie. Du hast mit mir zusammengelebt. Ich habe Dich geliebt und tue es immer noch.“

Jamie: „Es war nicht richtig von mir so schnell zu gehen. Aber Du wusstest, ich würde nicht bleiben. Wir waren zwei Suchende, die sich in einer Lebenssituation gefunden haben. Aber für ein ganzes, gemeinsames Leben war es nicht genug.

Jamie hatte nicht viel über seine Reisen erzählt und auch nicht über die Zeit in Spanien. Er war auf der Suche einen neuen Lebensinhalt nach dem Springreiten zu finden und sein Leben neu zu sortieren. Sofia war einsam. Sie hatte ihren Beruf immer vorne angestellt und mit Jamie war ihr klar geworden, dass andere Dinge im Leben viel wertvoller sind. Jamie kam zu mir in den Stall.

Jamie: „Gillian, meinst Du Sofia könnte eines der Zimmer überm Stall haben, solange sie hier ist? Die stehen sowieso leer.“

Gillian: „Was ist oder war zwischen Euch? Ich hab euch vorhin am Stall gesehen. Ihre Blicke, ihre Gesten ... Jamie, ich bin nicht naiv. Sie kann eines der Zimmer haben. Aber sei bitte ehrlich zu mir.“

Eine Antwort blieb er mir schuldig, weil Wesley dazu kam und ihn dringen brauchte. Am nächsten Morgen fing Jamie an mit Majestic zu arbeiten. Er longierte ihn auf dem Roundpen. Sofia und ich schauten ihm zu.

Sofia: „Wissen Sie, dieser Mann ist fantastisch. Er bringt mich zum lachen, er ist sanft und hat ein Gespür für meine Gefühle. Ich fühle mich einfach wohl und geborgen in seiner Gegenwart. Ich werde ihn nicht einfach aufgeben.“

Gillian: „Ja, ich weiß genau was Sie meinen Sofia.“

Jamie hatte Sofia nichts von uns gesagt. Sie wusste nicht, dass wir ein Paar waren. Ihre Worte hätten genau so auch von mir stammen können. Diese Frau liebte ihn. Jetzt hatte ich eine Konkurrentin. Das machte mir Angst. Ich könnte Sie einfach hinauswerfen ... aber war das der richtige Weg? Und Jamie, hatte er noch Gefühle für sie? Ich musste am Abend unbedingt mit ihm sprechen. Er kam mir zuvor als er nach Hause kam.

Jamie: „Wir sollten mal reden.“

Gillian: „Ja, das sollten wir.“

Jamie erzählte mir alles. Sofia verkaufte Epico und so lernten sie sich kennen. Sie bot ihm an ein paar Tage auf der Hacienda zu bleiben. Beide waren einsam und brauchten jemanden, um dieser Einsamkeit zu entfliehen. Aus ein paar Tagen wurden ein paar Wochen. Von Liebe war beiderseitig nie die Rede und beiden war auch klar, dass jeder wieder seinen eigenen Weg gehen würde. Ich konnte an diesem Abend lange nicht einschlafen. Viele Gedanken gingen durch meinen Kopf. Er sagte, es war keine Liebe, nur Einsamkeit ... eine Phase. Ich glaube ihm, aber ich habe gesehen, wie sie ihn ansieht ... wie selbstverständlich er neben ihr steht. Es ist nicht die Vergangenheit, die mir Angst macht. Es ist, dass sie nichts von uns weiß. Nicht, dass er es verbergen will, sondern weil er es nicht klar ausgesprochen hat. Solange sie es nicht weiß, steht eine Tür offen. Morgen muss er es ihr sagen. Ich machte Foxy für einen Ausritt fertig. Sofia und Jamie kamen in den Stall. Sie hatten mich nicht bemerkt.

Jamie: „... sie hat meinem Leben wieder Sinn gegeben. Ich fühle mich endlich angekommen. Du bist eine wunderbare Frau Du wirst einen Menschen finden der Dich genauso liebt wie Du ihn.“

Sofia: „Aber Jamie, ich liebe Dich. Und ich weiß, Du hast mich auch geliebt. Wenn ich Dich fragen würde, ob Du mit mir zurückkommst, würdest Du es tun?“

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