Während Jamie vom Zusammenziehen träumt, bekommt Meadowland unerwarteten Besuch: Gillians Cousine Sadie zieht ein – und bringt vom ersten Moment an ordentlich Unruhe mit.
Jamie war auf dem Liebes-Highway und überzeugt, wir sollten den nächsten Schritt gehen
Jamie: „Und warum genau willst Du noch nicht zusammenziehen?“
Gillian: „Weil Du ein T-Shirt mit einer verkleideten Katze trägst.“
Er ließ nicht locker
Jamie: „Ja und … Du trägst ein T-Shirt mit einem Eichhörnchen und genau deshalb möchte ich mit Dir zusammenleben.“
Gillian: „Jamie, wir wohnen gerade mal eine Minute auseinander und sind sowieso entweder bei mir oder bei Dir. Warum hast Du es denn so eilig? Lass es uns doch langsam angehen.“
Meine Mutter rief an
Gillian: „Hi Mum, nein ich gehe gleich mit Jamie ausreiten. Was – Sadie? Wann? Und wie lange? Na ja, bleibt mir ja nichts anderes übrig. Grüß Tante Beth von mir. Ja, sag ich ihm. Ich Dich auch, bis dann.“
Na toll! Meine Mum hatte mich gefragt, ob meine Cousine Sadie die Ferien auf Meadowland verbringen könnte. Sie lebte in Hamburg und sollte jetzt ungefähr 17 sein. Es war Jahre her, dass ich sie gesehen hatte. Ein Produkt aus einer Erziehung ohne Grenzen … so benahm sie sich auch. Jetzt gab es Probleme und Sadie befand sich in schlechter Gesellschaft. Tante Beth wollte sie für eine Weile aus diesem Umfeld herausnehmen und kam auf die Idee, Meadowland wäre genau der richtige Ort dafür. Bei Ausritt erzählte ich es Jamie
Gillian: „Jamie ich muss Dir etwas sagen … wir bekommen ein Kind.“
Jamie: „Was?! … das ist ja wunderbar! Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Siehst Du, wir sollten doch gleich zusammenziehen.“
Upps! Das musste ich jetzt aber schnell aufklären, bevor Jamie anfing ein Kinderzimmer einzurichten. Ich dachte, er wäre von meinem Scherz geschockt. Aber nein, in seinem Liebesrausch war er entzückt. Zu Glück kriegte er sich schnell wieder ein, als ich es ihm erklärte. Doch er blieb trotzdem entzückt, jemanden von meiner Familie persönlich kennenzulernen. Der Gedanke an Sadie entzückte mich allerdings weniger. Wir waren von jeher ‚Feindinnen‘. Als wir zurückkamen, erwartete uns eine Überraschung. Sadie saß samt Gepäck auf der Treppe vor dem Haus.
Gillian: „Sadie?! Ich habe erst nächste Woche mit Dir gerechnet.“
Sadie: „Na dann hast Du Dich wohl verrechnet. Hi Gillian. Ich bin hier, ich hoffe alle sind jetzt zufrieden. Wer ist der Typ mit dem Katzen-Shirt?“
Jamie: „Wow! Willkommen auf Meadowland, Sadie. Der Typ ist Jamie. Übrigens ist es ein Verkleidete-Katze-Shirt.“
Ein super Einstieg … ich zeigte Sadie erst einmal ihr Zimmer
Gillian: „Das ist Dein Zimmer. Mach es Dir gemütlich. Durch die Tür geht es ins Haus. Komm einfach, wenn Du fertig bist.“
Sadie: „Nicht Dein Ernst! Was für eine Holzbude, aber ich schätze – die Alternative ist der Stall. Ich muss jetzt telefonieren, wenn Du also bitte gehen würdest …“
Das konnte ja heiter werden. Ein Blitz war ins Haus eingeschlagen und in die Idylle, die hier gerade herrschte. Das würde uns auf eine Probe stellen. Sady hatte sich sehr verändert, vom Girlie zum Emo-Punk. Ehrlich gesagt konnte ich mit beidem nicht viel anfangen. Ich ließ sie erstmal telefonieren und ging. Draußen saß Jamie auf der Treppe
Jamie: „Sicher wird es nicht einfach werden, aber Gillian sie ist unser erstes Kind. Wir lassen sie erstmal richtig ankommen. Meadowland wird ihr gut tun, wir werden ihr gut tun. Du wirst sehen, das alles wird einen guten Einfluss auf sie haben.“
Gillian: „Ich hoffe es. Wie werden ein Team sein und ihr zeigen, was das wesentliche im Leben ist. Was es heißt Verantwortung zu tragen … für sich selbst, für Andere und für das eigene Tun. Du hast recht. Meadowland ist der geeignete Ort dafür.“
Ich zeigte Sadie die Ranch. Bei den Außenställen tragen wir Claire mit King.
Gillian: „Claire, ich möchte Dir meine Cousine Sadie vorstellen. Sie wird die Ferien hier verbringen.“
Sadie: „Hi Claire, cooles Outfit. Kommst Du gerade von einer Beerdigung oder gehst Du erst?“
Claire: „Warum? Willst Du mit? Die passende Kleidung trägst Du ja schon.“
Das war ein unangenehmer Auftritt, was ich ihr auch sagte.
Sadie: „Ich rede wie ich will. Wenn es Dir nicht passt, kannst Du mich ja wieder nach Hause schicken.“
Gillian: „Ja, ich schicke Dich – aber in den Stall. Du hilfst mir jetzt die Ställe auszumisten und die Pferde zu füttern.“