Nach Joshs Abreise versucht Jamie, Gillian wieder zum Lachen zu bringen. Zwischen Futtersäcken, Frühlingsgrün und ehrlichen Worten kommt sie einer Entscheidung näher.
Josh war gegangen und ich hatte eine sehr unruhige Nacht, voller schlechter Träume und vielen Tränen. Als ich die Tür öffnete, stand Jamie mit zwei Tassen Kaffee vor mir.
Jamie: „Guten Morgen Ma'am. Ich habe uns Kaffee gemacht. Bitte nimm schnell eine Tasse, sonst sind meine Hände für alle Zeiten verbrannt.“
Gillian: „Jamie?! Du bist ein Schatz. Den Kaffee kann ich echt gut brauchen. Komm ich erlöse Dich von Deinen Höllenqualen.“
Wir standen auf der Terrasse und tranken Kaffee.
Jamie: „Wenn Du heute noch nichts Wichtiges vorhast, könntest Du mich nach Silverglade begleiten. Ich muss ein paar Säcke Futter holen.“
Gillian: „Ich hab gar nichts vor ... was auch? Claire ist dieses Wochenende bei Rowan und es kommen erst nächste Woche neue Berittpferde. Sag mal, Du willst nicht - dass ich die Futtersäcke auf dem Rücken heimtrage, wenn ich mitkomme oder?“
Ich hatte gehört, dass Tai einen neuen Trainigsparcours angelegt hatte. Den ich gerne ausprobieren wollte. Jamie plapperte und scherzte die ganze Zeit. Jamie war halt Jamie ... ein guter Kerl. Er gab sein Bestes um mich aufzumuntern. Ich liebte es wenn er das tat, aber im Moment war es mir ein bisschen zu viel.
Jamie: „Oh, welch holdes Geschöpf muss ich hier auf dieser Brücke finden?“
Gillian: „Jamie ... halt einfach mal die Klappe. Ich muss mich konzentrieren.“
Als ich am Morgen die Tür öffnete und Jamie dastand, hatte ich mich wirklich sehr gefreut - doch dieser Ausflug machte mir auch ein schlechtes Gewissen. Obwohl ... Josh hatte sich so entschieden ... um mir Zeit zu geben. Aber hätte er das auch getan, wenn keine Shows und keine Mac auf ihn gewartet hätten ?! In einer schmalen Wendung ritt ich fast in Jamie hinein, der mir entgegenkam.
Jamie: „Gillian, was machst Du denn ?! Ich darf keinen Spaß machen, weil Du Dich konzentrieren musst und jetzt reitest Du fast in mich rein! Ich glaube wir holen jetzt besser das Futter bei Barney.“
Gillian: „Jamie es tut mir leid. Ich habe nicht aufgepasst, sorry.“
Was tat ich denn bloß ?! Ich war so in meinen Gedanken gefangen, dass fast etwas passiert wäre. Jetzt reichte es. Josh war weg und ich war hier mit Jamie, der immer für mich da war und alles versuchte, damit ich mich besser fühlte. Das hatte er nicht verdient. Er war der andere Mann, den ich liebte und es war unfair - ihm das nicht zu zeigen! Wir holten die Futtersäcke bei Barney ab.
Barney: „Nehmt doch den Weg durch Hollow Woods zurück. Nach dem Winter hebt das Grün dort enorm die Stimmung.“
Jamie: „Eine gute Idee Barney. Ich glaube, das können wir brauchen.“
Hollow Woods mit seinem üppigen Grün, war wirklich schön.
Gillian: „Tut mir leid wegen vorhin, ich freu mich mit Dir unterwegs zu sein. Und du darfst auch wieder Blödsinn reden. Barney hatte recht, das hier hebt wirklich die Stimmung.“
Jamie: „Ja, da hatte er recht. Ich fühl mich schon total voller Frühlingsgefühle ... verliebt, glücklich, aber außer Schmetterlingen hab ich nichts im Bauch. Ich hab Hunger, Du auch?“
Wir setzten uns an einen Bach. Plötzlich zog Jamie etwas aus seiner Jackentasche.
Jamie: „Wie der Zufall es will, habe ich heute Morgen noch zwei Würstchen eingepackt ... das sind Wiener, aus Deiner Heimat. Kann man auch kalt essen.“
Ich musste so lachen.
Gillian: „Jamie, Du bist der Beste !!! Ich weiß nicht, wie Du es machst, aber mit Dir ist jede Minute wundervoll!“
Nach unserer Pause machten wir uns auf den Weg nach Meadowland.
Jamie: „Ich werde nicht mit unfairen Mitteln um Dich werben. Aber ich bleibe der, der ich bin. Der, der Dich liebt und Dich für sich gewinnen möchte. Der Dich zum Lachen bringt, der Dich tröstet, der Dich glücklich macht und für Dich da ist. Ach - und der, der mindestens vier Kinder mit Dir haben möchte.“
Gillian: „Jamie, ich wünschte es wäre alles einfacher. Du bist perfekt. Du bist alles, was ich mir für mein Leben wünsche. Ich wollte Dir das nach unserem gemeinsamen Abend schon sagen, aber dann kam Josh zurück und seitdem fühle ich mich so zerrissen. Sag mal. würden vielleicht auch nur drei Kinder gehen?“
Als wir alles erledigt hatten, kam mir eine Idee.
Gillian: „Weißt Du was, als Abschluss für diesen tollen gemeinsamen Tag koche ich uns jetzt was Schönes.“
Jamie: „Ach Gillian, mit festem Überlebenswillen und der Hoffnung, dass wir in Zukunft noch viele solcher tollen gemeinsamen Tage erleben werden, bin ich dafür - wir lassen uns besser was liefern.“