Joshs Abreise zur Westernshow rückt unaufhaltsam näher. Während Meadowland sich auf den Abschied vorbereitet, spürt Gillian immer deutlicher, wie viel auf dem Spiel steht.
Ich putze gerade Field, als Josh mit Mac in den Stall kam. Die beiden hatten mich nicht gesehen.
Mac: „Josh, Freitag geht's los. Ich freu mich so sehr. Hast Du schon gepackt? Wir treffen uns um 11 Uhr an der Fähre in Fort Pinta. Wir starten die Shows in Genf und arbeiten uns dann in 9 Wochen, durch halb Europa.“
Josh: „Ein ganz schön straffes Programm. Aber, Pearl und ich sind bereit. Ich freue mich auch, den Trubel hab ich schon vermisst und ich lerne Europa ein bisschen kennen. Aber leicht – fällt es mir nicht, hier alles zurückzulassen.“
Draußen zeigte Mac Josh die Tourplakate.
Mac: „Schau mal, ich wollte Dir noch unsere Plakate zeigen. Sind die nicht richtig gut geworden?“
Josh: „Wow, das macht echt was her. Aber wo hattest Du ein Bild von mir her ... ich vermute stark, da hat jemand gephotoshoppt.“
Ich wusste, dass Josh auf Tour gehen würde, aber schon am Freitag … Zum Glück fand ich Claire in ihrem Zimmer.
Gillian: „Josh fährt am Freitag. Die Tour soll über 9 Wochen gehen ... eine sehr lange Zeit. Ich wusste zwar, dass er gehen würde - aber dass es mich so hart trifft, habe ich nicht gedacht. Es fühlt sich so endgültig an. Ich hab ein ganz komisches Gefühl.“
Claire: „Das ist schon lang. Aber Du weißt, Josh geht auch um Dir Zeit zum Nachdenken zu geben. Hier ist genug zu tun, da wird's Dir nicht langweilig. Mach Dir nicht so großen Sorgen. Die Zeit geht sicher schnell herum.“
Ich beschloss mit Field einen Ausritt zu machen.
Gillian: „Ach Field, mein Guter. Warum ist das Leben so kompliziert?“
Beim Ausreiten bekam ich den Kopf immer am besten frei ... heute aber nicht. Meine Gedanken kreisten um Josh, um Jamie und eine Entscheidung - die ich nicht treffen konnte. Warum belastete mich die Abreise so sehr, hatte ich mich unbewusst schon entschieden ?! Nein, würde Jamie morgen gehen - wäre es für mich genauso schlimm. Jetzt lag eine lange Zeit vor mir, in der ich versuchen musste den richtigen Weg zu finden - ohne dabei jemanden zu verletzen. Ich stand auf einer Anhöhe und blickte über die Weite von Firgrove. Plötzlich kam Jamie angeritten.
Gillian: „Jamie ?! Wie hast Du mich denn hier gefunden. Ich wollte nur ein bisschen alleine ausreiten.“
Jamie: „Ich bin Dir nachgeritten. Glaubst Du ich wüsste nicht wie Du Dich fühlst? Josh fährt morgen, was mich eigentlich freuen sollte. Das tut es aber nicht, weil ich sehe, wie traurig es Dich macht. Ich finde wir sollten zu zweit ein bisschen alleine ausreiten.“
Zurück auf der Ranch stand Claire vor ihrer Tür und ein Haufen Koffer vor Joshs Tür.
Claire: „Hast Du gesehen, er ist schwer am Packen. Wo hat er so viele Sachen her? Sieht aus, als würde er Jahre wegbleiben.“
Gillian: „Oh mein Gott, Claire. Sag sowas nicht. Nicht mal im Scherz. Für mich fühlt es sich ohnehin schon schlimm genug an. Josh kommt in 9 Wochen wieder!“
Josh traf ich im Stall.
Josh: „Gillian, morgen fahre ich. Ich hab Dir versprochen nie wieder zu gehen, aber ich tue es für Dich. Ich liebe Dich so sehr und wünsche mir nichts mehr, als der Mann an Deiner Seite sein zu dürfen. Aber das kannst nur Du entscheiden.“
Gillian: „Es ist kaum zu ertragen, dass Du gehst damit ich mich entscheiden kann. Ich bin so traurig, aber Du kannst der Welt zeigen, was in Dir steckt. Pass gut auf Dich auf und riskiere nicht zu viel. Ich liebe Dich, Josh.“
Josh nahm mich lange in den Arm und uns beiden liefen Tränen über die Wangen. Es tat gut, ihm so nah zu sein – aber der Abschied hing über uns, wie ein scharfes Schwert. Am nächsten Morgen war Josh bereit für die Abfahrt. Er stand mit Jamie bei seinem Anhänger. Ich blieb im Haus, es war zu schwer ihn nochmal zu sehen.
Josh: „Jamie Du weißt, dass ich auch wegen Gillian gehe um ihr Zeit zu geben. Ich hoffe Du nutzt das nicht für Dich aus. Wir lieben sie beide und wollen es ihr nicht noch schwerer machen. Wo ist sie eigentlich?“
Jamie: „Ich glaube sie wird nicht kommen. Sie leidet. Egal was zwischen uns wegen Gillian ist, wir sind beide Ehrenmänner. Außerdem kann letztendlich nur sie entscheiden und ich habe verstanden, wie schwer das für sie ist. Ich pass auf sie auf.“
Ich stand am Fenster, als Josh fuhr. Ich blickte ihm nach und fühlte, dieser Abschied würde alles verändern.