Jamie entführt Gillian in eine skurrile Mittelalterwelt voller Kostüme, Turnierspiele und Nähe. Zwischen Witz und Romantik wird aus dem Ausflug etwas, das beide nicht vergessen.
Jamie fing mich auf dem Weg zum Stall ab.
Jamie: „Du Gillian, erinnerst Du Dich noch an unser Wochenende in den Bergen? Wo wir so viel Spaß hatten? Und das wir sowas öfter unternehmen wollten?“
Gillian: „Ja klar, das war super ... und so lustig. Warum fragst Du? Willst Du in die Berge fahren?“
Nein, Jamie wollte nicht in die Berge fahren. Er hatte etwas für uns geplant. Etwas ganz Besonderes. Am nächsten Morgen sollte es losgehen. Wir wären ja schließlich Liebende, was ja am Valentinstag geklärt worden war und er wolle mir das beweisen. Ach ja - und ich sollte Josh diesmal auf keinen Fall mitbringen, das wäre ein reines Zweier-Liebesding! Als wir ankamen, war ich überrascht. Es war wie eine Kulisse aus einem Film. Alles wirkte mittelalterlich und verkleidete Menschen liefen herum.
Gillian: „Wo sind wir hier, Jamie? Sieht irgendwie schräg aus.“
Jamie: „Das ist ein Mittelalter-Lager, Gillian. Hier gibt es viel zu sehen und zu unternehmen. Komm wir suchen uns erstmal passende Kleidung aus.“
In Zelten suchten wir uns Kostüme aus und zogen uns um. Als Jamie vors Zelt trat, dachte ich – mich trifft der Schlag. Jamie trug einen Rock.
Jamie: „Sie sehen ja ganz allerliebst aus Mylady. Wobei ich mir sehr erhoffte, Sie würden auch etwas mehr Bein zeigen. Nun gut, in Anbetracht der niedrigen Temperaturen, verzeihe ich Ihnen. Ach, ich sehe Sie tragen ja mein Geschmeide. Das lässt mich hoffen.“
Gillian: „Jamie, ich lach mich tot! Du siehst aus wie ein Highlander! Aber, ich muss sagen - Rock steht Dir. Komm lass uns schauen, was man hier alles machen kann.“
Als erstes versuchten wir uns im Lanzenreiten. Wie Ritter – allerdings mit Gummilanzen. Keiner von uns schaffte es, den anderen zu treffen.
Gillian: „Ich habe Sie extra verfehlt, Mylord. Brauche ich doch Ihre volle Kraft bei der Rancharbeit, wenn Sie morgen wieder Ställe ausmisten.“
Jamie: „Mal davon abgesehen, dass ich Ihnen kein Wort glaube, hätte ich einen Pieks mit der Lanze bei Ihrer Ameisenkraft nicht mal bemerkt.“
Danach probierten wir das Bogenschießen. Und wir beide hatten Volltreffer, genau in die Mitte.
Gillian: „Ich war besser. Mein Pfeil ist genau in der Mitte. Was sagst Du jetzt ?!“
Jamie: „Ha ?! Siehst Du nicht, dass mein Pfeil noch viel mittiger ist? Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich Deinen Pfeil sogar gespalten.“
Ich hatte so einen Hunger. Also zog Jamie los und besorgte uns etwas zu essen.
Jamie: „Und was sagst Du? Ich hab extra etwas aus Deiner Heimat ausgewählt. Schmecken ganz gut diese Haxen-Knochen. Weißt Du wie die gemacht werden?“
Gillian: „Du bist echt der Knaller, fährst mit mir in ein Mittelalter-Lager und jetzt sitzen wir hier, essen bayerische Haxen und Du fragst mich nach dem Rezept ?! Jamie, genau deshalb liebe ich Dich!“
Anschließend ließen wir uns die Unterkunft zeigen.
Managerin: „So das ist Euer Zelt für die Nacht. Da hattet ihr Glück. Es ist das Letzte.“
Jamie: „Kein Problem, ich schlafe auf dem Boden. Es liegen ja überall Teppiche.“
Gillian: „Das wird in der Nacht aber sicher zu kalt sein.“
Doch Jamie ließ es sich nicht nehmen. Wie ein Gentleman lag er am Boden. Allerdings zitternd und frierend.
Gillian: „Jamie, jetzt sei kein Idiot. Hör auf mit dem Geschlotter und komm ins Bett. Es ist groß genug für zwei Leute. Wir sind ja schließlich erwachsen.“
Jamie: „Was musste ich da hören? Ihr Mylady bittet mich - den Geringsten Eurer Untergebenen in Euer Nachtlager ?! ... ich eile !!“
Am Morgen erwachte ich in Jamies Arm. Eine sehr romantische Situation, bis Jamie anfing zu sprechen.
Jamie: „Ach Gillian, diese Nacht mit Dir war wirklich einmalig. Ich lag da und sah Dir beim Schlafen zu, denn bei Deinem Geschnarche hab ich kein Auge zubekommen.“
Gillian: „Ach Jamie, wie kann so ein liebenswerter, süßer Kerl nur so ein Riesenidiot sein? Jetzt sollten wir los, ich glaube die Pferdeäpfel warten schon auf Dich.“