Greta Diamondwave reist nach Jorvik und bringt Meadowland an den Rand des Verlusts. Doch kurz vor der Entscheidung taucht ein Fundstück auf, das alles verändern könnte.
Jamie bot Greta Diamondwave an, ihr die Ranch zu zeigen. Er hatte ja keine Ahnung, wer sie war.
Jamie: „Gillian ist unterwegs, müsste aber bald wieder kommen. Ich zeig Ihnen solange die Ranch.“
Greta: „Sehr gerne. Hätte ich gewusst, dass die Ranch so nette und hübsche Mitarbeiter hat, wäre ich schon viel früher hergekommen.“
Als ich zurückkam, fand ich Jamie und eine Dame bei Kaffee und anscheinend bester Unterhaltung im Reiterstübchen.
Gillian: „Jamie !!! Oh, entschuldige bitte. Ich wusste nicht, dass Du Besuch hast.“
Jamie: „Gillian, das ist Greta Diamondwave. Sie ist nicht mein Besuch, sie möchte zu Dir ... extra aus New York angereist.“
Das war sie also ... Greta Diamondwave, Georges Tochter. Ich hatte nicht so schnell mit ihr gerechnet. Jetzt stand sie hier, sagte - wie sehr sie sich freue mich kennenzulernen, sah aus wie ein Filmstar und der gute Jamie hatte Herzchen in den Augen, trank Kaffee und amüsierte sich prächtig mit ihr. Das war die Frau, die unser Leben auf Meadowland zerstören würde. Ich hielt es für besser alles Nötige im Haus zu besprechen.
Greta: „Meine Mutter hat über 40 Jahre geschwiegen, wer mein Vater war. Als ich jetzt ihren Nachlass durchsuchte, fand ich diese Bilder von ihrem damaligen Urlaub auf Jorvik und ihre Notizen. Als ich herausfand, dass auch George verstorben ist, war ich so traurig. Ich konnte ihn nie kennenlernen.“
Greta hatte Fotos mitgebracht, auf denen ihre Mutter mit George zu sehen war. Sie hatten sich gekannt und aus dieser Urlaubs-Liebelei war Greta entstanden. Ihre Mutter hatte George nie über sein Kind informiert. Aber warum hatte Jakob mir nichts gesagt, er war doch auch auf einigen Bildern und warf Gretas Mutter vielsagende Blicke zu, George war ja eher der schüchterne, aber stille Wasser sind ja angeblich tief. Es gab also keinen Zweifel, Greta war Georges Tochter. Sie hatte schon für den nächsten Tag einen Termin mit dem Notar vereinbart, dann würde ich Meadowland und alles was ich daran liebte verlieren. Der Termin mit dem Notar fand im Rathaus von Silverglade Village statt. Der Notar las alle Dokumente und Urkunden vor. Jetzt fehlten nur noch die Unterschriften.
Notar: „So meine Damen, Sie haben den Inhalt der Urkunde verstanden. Dann kommen wir jetzt zur Unterzeichnung.“
Plötzlich stürmte Claire herein.
Claire: „Halt, hier wird erst einmal nichts unterschrieben. Ich hab bei Georges Sachen ein Tagebuch gefunden. Er schreibt über den Sommer 1984, als Frau Diamondwave ihren Urlaub hier verbrachte. George war nicht Gretas Vater!“
Auszug aus dem Tagebuch: „Der Sommer 1984 war einer der besten meines Lebens. Jakob und ich lernten Hilda Diamondwave eine atemberaubend schöne Amerikanerin in Fort Pinta kennen. Sie gefiel mir sehr und ich war überzeugt, es beruhte auf Gegenseitigkeit. Wir hatten so einen Spaß. Wir trafen uns jeden Tag um etwas zu unternehmen. Aber dann lief es so, wie es schon oft passierte. Jakob drängte sich nach und nach in den Vordergrund. Dass er verheiratet war, störte ihn nicht. Die beiden unternahmen immer mehr alleine und plötzlich war ich ganz raus. Wenn ich doch bloß mehr Mut gehabt hätte. Aber auch diesmal war ich der Verlierer. Eigentlich hatte ich es Jakobs Frau sagen sollen…“ Claire hatte es keine Ruhe gelassen und sie durchstöberte nochmals den Keller. In einem kleinen Abstellraum fand sie noch eine Kiste. In dieser Kiste befanden sich Georges Tagebücher. Ich fiel ihr um den Hals, niemals hätte ich weiter gesucht. Greta war also nicht Georges Tochter, sondern die - von Jakob Goldspur. Jetzt wunderte es mich nicht mehr, dass seine Frau eines Tages ging. Greta war entsetzt und entschuldigte sich tausend Mal bei mir. Ihr Entsetzen wich allerdings als wir ihr sagten, dass Jakob Goldspur noch am Leben sei. Vor dem Rathaus entschuldigte sich Greta noch einmal.
Greta: „Gillian, es tut mir leid, dass ich so viel Chaos in euer Leben gebracht hab. Ich war mir so sicher mit George. Bleibt es dabei, dass ihr mich morgen zu Jakob begleitet?“
Gillian: „Ja, es bleibt dabei. Claire, Du bist meine Heldin. Ohne Dich, hatte ich heute alles verloren und Greta hätte nie ihren Vater kennenlernen können. Das müssen wir feiern!“
Am nächsten Tag begleiteten Claire und ich Greta zu Goldspur-Mühle.
Jakob: „Oh, so hübscher Damenbesuch. Was verschafft mir denn die Ehre?“
Greta: „Daddy !!! Ich freue mich so sehr Dich endlich kennenzulernen!“
Was für ein Kennenlernen! Anfangs hatten Claire und ich Angst, Jakob würde auf der Stelle in Ohnmacht fallen. Aber das tat er nicht, man merkte jedoch wie unangenehm ihm die ganze Sache war. Also verabschiedeten wir uns und ließen Vater und Tochter alleine. Sie hatten sich ja genug zu sagen. Auch ich musste noch etwas sagen - und zwar Jamie, der bis jetzt von gar nichts wusste. Ich fand ihn in der Sattelkammer.
Jamie: „Ach Gillian, Du bist es nur. Wo hast Du denn die schöne Greta gelassen? . ha ha, war nur ein Scherz. Die Eifersucht stand Dir das letzte Mal schon förmlich ins Gesicht geschrieben.“
So ein Blödmann! Ich erzählte im trotzdem alles.