Episode 035
Alles Isi oder was?

Episode 035

Alles Isi oder was?

Einige Islandpferde kommen vorübergehend nach Meadowland und bringen frischen Wind auf die Ranch. Während Jamie Gefallen an einem kleinen Fuchs findet, steht auch Claire vor einer wichtigen Entscheidung.

John hatte mit Rowan und Jamie den Unterstand bei Mary zu einem kleinen, umzäunten Stall umgebaut.

Gillian: „Jungs, es ist der Hammer, was ihr aus dem Schuppen gemacht hab! Jetzt haben wir zusätzlichen Platz.“

John: „War nicht ganz einfach, aber mit den beiden Hilfsarbeitern, ging es schneller als gedacht.“

Rowan: „Jetzt muss Mary nicht dauernd Besucher rumschicken, um entlaufene Tiere einzufangen.“

Jamie sprach mich an.

Jamie: „Warte mal, Gillian. Erinnerst Du Dich an Theo, er vermietet die Isländer in New Hillcrest. Er hat mich angesprochen, ob wir ein paar seiner Pferde zum Verkauf aufnehmen könnten. Er ist sehr krank und muss den Betrieb aufgeben.“

Gillian: „Im Moment sind alle Boxen belegt, Jamie. Obwohl, vielleicht könnten wir sie in den neuen Offenstall stellen. Ist ja nur bis sie verkauft sind. Sag ihm, dass wir helfen.“

Jamie brachte die Tiere von New Hillcrest nach Meadowland.

Gillian: „Wie viele kommen denn noch?“

Jamie: „Mal schauen, eigentlich sollten fünf kommen, aber Theo hat gerade Interessenten da. Ich lade die beiden jetzt ab und fahr dann nochmal los.“

Er wurden gesamt drei Pferde. Claire und ich schauten sie uns an.

Claire: „Die sind so süß. Eigentlich können wir sie doch reiten, solange sie hier sind. Dann haben sie auch nicht zu viel Pfeffer, wenn jemand zum Probereiten kommt.“

Gillian: „Eine gute Idee, Claire und Spaß macht es auch noch.“

Claire und Jamie machten gemeinsam einen Isländer-Ausritt. Claire nutzte die Gelegenheit um mit Jamie über ein wichtiges Anliegen zu sprechen.

Claire: „Jamie ich möchte den Profi-Springsport auch an den Nagel hängen. Ich weiß nur nicht, wie ich es meinen Eltern sagen soll. Was meinst Du?“

Jamie: „Oh Claire, bei mir ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann. Mein Vater ist ein herrischer Mensch und er hat den Kontakt abgebrochen.“

Aber Claires Eltern waren anders. Sie liebten ihr einziges Kind abgöttisch. Dennoch gab es für sie einen festen Lebensplan für Claire und der war, eines Tages ihr Unternehmen, das sich mit der Zucht, dem Training und dem Verkauf von Springpferden für den Profi-Sport beschäftigte, zu leiten. Claire wollte das aber nicht. Entweder musste sie ihren - oder den Traum ihrer Eltern aufgeben. Für sie war es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Claire: Nächstes Wochenende ist schon wieder ein Turnier, bei dem ich antreten muss. Wenn ich sehe, wie die Pferde teilweise behandelt werden, blutet mir das Herz. Ich will das alles nicht mehr.“

Jamie: „Ich verstehe, was Du meinst. Aber überstürze nichts. Mach Dir einen Plan, mit dem alle zufrieden sind. Sprich mit Rowan, Du bist ihm sehr wichtig. Auch wenn er nicht ganz Deiner Meinung ist, wird er hinter Dir stehen.“

Ja, Rowan würde hinter ihr stehen. Er sah, wie sie auf Meadowland arbeitete und verstand sie. Für ihn war es aber Ziel, im Profi-Springsport an die Spitze zu kommen. Auch er akzeptierte viele der harten Trainingsmethoden nicht, aber auf seinem Weg nach oben musste er sie tolerieren. Schließlich war er auf die Sponsoren angewiesen. Und das waren unter anderem auch Claires Eltern. In der Arena hatte Jamie einen Westernparcours aufgebaut und testete, wie die Isländer damit zurechtkamen. Es klappte sehr gut und Jamie gefiel sich in die neuen Gangarten dieser Pferde einzuarbeiten.

Jamie: „Bist ein echt cooler Junge, Dizzy. Ich glaube wir beide könnten richtig dicke Kumpel werden.“

Theo hatte angerufen. Er wollte die Pferde wieder abholen.

Gillian: „Hey Jamie, Theo hat angerufen. Er will nachher vorbeikommen und seine Pferde wieder abholen. Er klang sehr freudig.“

Jamie: „Was ?! Heute will er sie abholen? Warum denn das? Gerade jetzt, wo ich mich an die hoppeligen Gänge gewöhnt hab.“

Theo kam mit seinem Sohn Jonas und guten Neuigkeiten.

Theo: „Stell Dir vor, mein Sohn Jonas kommt zurück nach Jorvik. Das heißt, der Betrieb kann weitergehen. Vielen Dank für eure Hilfe.“

Jonas: „Hätte ich gewusst, wie krank mein Vater ist, wäre ich schon viel früher zurückgekommen. Aber mein alter Herr meint, er müsse immer alles alleine regeln.“

Jamie: „Also wenn es für euch passt, würde ich den kleinen Dunkelfuchs gerne kaufen. Was wollt ihr für ihn haben?“

Und es passierte. Dizzy, der kleine Dunkelfuchs blieb auf Meadowland.

Deutsch Deutsch lesen
Originalfassung

English Read in English
Translated version

Zur Bilderfolge

© Meadowland − Story & Artwork by Gillian Meadowland • All rights reserved.