Episode 012
Von Riesen und Zwergen

Episode 012

Von Riesen und Zwergen

Die Kaltblutstute Maddy bricht immer wieder aus und stellt Meadowland vor ein Rätsel. Erst Josh kommt auf eine ungewöhnliche Idee, die alles verändern könnte.

Ich besuchte mit Field die Moorland Ställe. Thomas Moorland stand bei den Verkaufsständen

Gillian: “Hallo Thomas. Wie geht’s denn so bei Euch? Läuft alles gut?“

Thomas: „Hallo Gillian, ich kann nicht klagen. Und dem alten Field geht es auch gut wie ich sehe. Ein Freund von mir Reyansh in Valedale könnte Deine Hilfe brauchen. Würdest Du bei ihm vorbeischauen?“

Da ich sowieso noch Zeit hatte, ritt ich rüber nach Valedale.

Reyansh: „Hallo Gillian, ich bin Reyansh. Danke, dass Du gekommen bist. Ich verkaufe Kaltblüter. Vor ein paar Wochen bekam ich neue Pferde rein. Eines davon macht Probleme.“

Gillian: „Was heißt Probleme? Was ist denn los?“

Wir gingen rüber zu den Pferden

Reyansh: „Das ist Maddy, eigentlich ist sie schon verkauft. Die Käufer haben sie zurückgebracht, weil sie immer ausbricht. Sie springt selbst über hohe Zäune und ist weg.“

Gillian: „Hm … die Zäune auf Meadowland sind nicht besonders hoch. Wir könnten sie in einer der Außenboxen unterbringen … ich schau, was wir tun können. Bring sie morgen zu uns.“

Am nächsten Tag brachte Reyansh Maddy. Josh hatte sie bereits entgegengenommen als ich kam

Josh: „Ganz schön nervös, die Kleine. Als Reyansh sie heute Morgen brachte, hatte er noch ein paar Informationen.“

Gillian: „So, was denn?“

Die Stute war sieben Jahre alt und kam aus einem Zuchtbetrieb der sich verkleinerte. Das letzte Fohlen war unmittelbar vorm Verkauf abgesetzt worden. Maddy war eingeritten und eingefahren. Beim Züchter gab es nie irgendwelche Probleme mit ihr.

Josh: „Ich glaube sie vermisst ihr Fohlen.“

Gillian: „Josh! Sie haut ab!“

Obwohl wir direkt daneben standen, nahm Maddy Anlauf und sprang in hohem Bogen über den Zaun. Ich war starr vor Schreck. Hatten wir doch die Verantwortung für sie übernommen. Maddy rannte in Richtung der Silverglade Mine. Schnell holten wir unsere Pferde und ritten hinterher. Josh und ich hatten ausgemacht, ich solle Maddy über die Weiden hinterherreiten und sie in Richtung der Sandgrube treiben. Josh ritt direkt zur Sandgrube um sie dort in Empfang zu nehmen und durch den kaputten Zaun ins Schafsgehege zu leiten. Dort konnten wir sie leichter einfangen. So machten wir es und es funktionierte perfekt. Ich brachte Maddy zurück nach Meadowland und stellte sie in eine Außenbox. Sie tobte und stieg. Ich hatte Angst sie könnte sich verletzen oder die Tür eintreten. Sie ließ sich nicht beruhigen. Wo war nur Josh? Als er wieder auftauchte hatte er einen kleinen Zwergesel dabei

Josh: „Schau Maddy, wen ich Dir mitgebracht habe. Das ist Barny, Dein neuer Mitbewohner. Ein Fohlen konnte ich nicht finden. Aber Barny bleibt immer ein ‚Fohlen‘.“

Gillian: „Josh, Du bist ein Schatz! Ich könnte Dich glatt umarmen.“

Maddy beruhigte sich sofort und beschnupperte Barny neugierig. Wir behielten Maddy und Barny noch ein paar Tage auf der Ranch, bevor sie zu ihren neuen Besitzern umzogen. Seit sie zusammen standen, hatte Maddy keine Ausbruchsversuche mehr unternommen. Ein ungleiches, aber bezauberndes Paar.

Gillian: „Ist das nicht wunder voll, Josh?“

Josh: „Ja, das ist es. Ich glaube, jetzt muss ich Dich mal umarmen.“

Da geht man los um ein Kaltblut zu kaufen und kommt dazu noch mit einem Zwergesel zurück … für die neuen Besitzer: kein Problem!

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